Fünfzig Jahre
Geschichte eines dörflichen Sportvereins bringen keine spektakulären
Ereignisse. Die Vereinschronik kann weder von Rekorden noch großen
Meisterschaften berichten. Daß zwei unserer Mitglieder bis in die höchste
Spitzenklasse gekommen sind, ist nun schon fast zum Vereinsmythos geworden.
Lothar Lohmann begann bei uns als Achtjähriger zu turnen und wurde Jahre
später Mitglied der Deutschlandriege. Und Monika Sinnhuber, die bei
uns Handball spielte, kam in die Nationalmannschaft.
Das sind aber auch die einzigen ,,Großtaten" von TuS Oldau-Ovelgönne.
Die Leistungen solch kleiner Vereine sind aber nicht geringer als die der
städtischen Großvereine. Mit wie viel Opfern an Geld und Zeit unbekannte
und ungenannte junge und alte Menschen in den Vereinen mitarbeiten, ist kaum
bekannt. Sie tun dies alles der Sache wegen, und das alles als ganz echte
Amateure. Wenn wir uns entschlossen haben, eine Vereinsgeschichte zu schreiben,
so wollten wir damit auch all denen auf diese Weise eine Dankesschuld ab-tragen
und unsere Anerkennung aussprechen. Mögen auch die diese Schrift als
,,Dankeschön" betrachten, die ihren Namen hier nicht genannt finden.
Die ersten
Jahre
50 Jahre Turn- und Sportverein in einem kleinen Ort wie Oldau-Ovelgönne
sind auch ein Stück Heimatgeschichte. Unser Verein war immer eng mit
seiner Gemeinde verbunden, ist doch seit Bestehen praktisch jeder zehnte Einwohner
Mitglied bei uns. In den Vorkriegsjah ren war es sogar etwa jeder achte.
Das zeigt, wie stark sich unsere Mitbürger im Sport engagiert,
und wie sehr sie sich für die Jugendarbeit, die immer unsere Hauptaufgabe
war, eingesetzt haben.
Leider sind für die ersten 20 Jahre keinerlei schriftliche Unterlagen
mehr vorhanden, sie sind alle in den Nachkriegswirren verloren gegangen.
Diese Zeit unserer Vereinsgeschichte kann nur auf Grund von Berichten
unserer alten Vereinskameraden und früherer Mitglieder geschrieben werden.
Dank der Angaben unserer alten Freunde August und Willi Kröger sowie
Walter Voges, die mit Ernst Busse, Willi Schmidt und einigen anderen zu den
,,Männern der ersten Stunde" zählen, bekamen wir aber doch interessante
Einblicke in die ,,Frühgeschichte" von TuS Oldau-Ovelgön ne. Am
2. Mai 1925 wurde in der Gaststätte Sutmüller (,etzt Ratsklause)
in Oldau der MTV Oldau gegründet. Einige Jahre später wurde dann
der Verein in TuS Oldau-Ovelgönne umbenannt. Der erste 1. Vorsitzende
war Albert Eggebrecht, erster Tumwart Willi Kröger, Tumwart für
die Kinder August Kröger, 1. Kassierer Paul Kühn. Bei etwa 600 Einwohnern
hatte der Verein damals 70 aktive Mitglieder. Mit einem unvorstellbaren Idealismus
und größter Begeisterung wurde unter schwierigen Bedingungen Sport
getrieben. Da es noch keine Turnhalle gab, wurde im Saal von Sutmüller
oder auf dessen Hof geturnt. Die Erstausstattung - natürlich aus eigenen
Mitteln angeschafft - bestand aus einem Pferd, das übrigens den Krieg
über unter einem Scheunendach versteckt war, damit es nicht von Dieben
abgeledert wurde. Nach und nach wurden weitere Geräte wie Barren, Reck
und Sprungständer angeschafft. Der MTV Celle stellte Vorturner zur ersten
Ausbildung eigener Übungsleiter.
Am 5.9.1926 konnte bereits eine Turnerriege mit Erwin Jehlen, Hubert
Jeske, Hermann Rickmann, Willi Kröger, Willi Schmidt, Hermann Peters,
Georg Rosolski, Erwin Frühauf, Walter Voges, Wilhelm und Heinrich Möller,
Hermann Bollmann sowie dem Betreuer Paul Kühn und Albert Eggebrecht am
Kreisjugendtreffen in Hermannsburg teilnehmen (s. Foto).
In Oldau wurde unter den Tumwarten August und Willi Kröger sowie
Else Büsch an vier Tagen von Mädchen, Jungen, Männern und Frauen
hart trainiert, es wurde auch an fast allen Wettkämpfen im Kreis Celle
teilgenommen.
Bald auch wurde eine Faustballmannschaft aufgestellt, die von 1928 bis
1933 mehrmals die Kreismeisterschaft gewann.
Dreidörfersportkampf
Der kleine Verein wagte sich auch an größere Aufgaben heran.
So fanden von 1928 bis 1931 alljährlich große Staffelwettkämpfe
statt. Beteiligt waren die Turnvereine von Wietze und Winsen. Oldau war der
ausführende Verein. Die Staffette begann in Oldau mit einem 500-m-Lauf
für Kinder, dann folgten 100 m Brustschwimmen an der Allerschleuse. Mit
Läufern ging es bis und durch Winsen. Am Ortsausgang übernahmen
Radfahrer den Stab bis nach Wietze. Dort ging die Staffel dann wieder mit
Läufern durch den Ort. Mit Radfahrern ging's weiter nach Ovelgönne,
wo dann der Endspurt von Läufern bis Oldau ausgetragen wurde. Bei diesem
Unternehmen war jeder Aktive eingesetzt, und es war immer eine gelungene Sache
und vor allem in den drei Dörfern eine großartige Werbung für
den Sport. Werbewirksam war auch das jedes Jahr zu Ostern in Oldau durchgeführte
Schau-turnen, bei dem auch wieder alle auf den Beinen bzw. an den Geräten
waren. Neben dem Sport sorgte der Verein auch für Geselligkeit im Ort.
Zu Ostern und Weihnachten war das ganze Dorf beim Turnerball. An jedem Himmelfahrtstag
wanderten die Herren zu Fuß oder Rad durch die Heide und förderten
mal auf andere Art ihre Kondition. Alle alten Vereins-kameraden schwärmen
heute noch von dem schönen kameradschaftlichen Zusammenhalt und dem
guten Vereinsleben, das dann 1933 durch die Gleichschaltung stark gestört
wurde. Der Sportbetrieb ging aber bis Kriegsbeginn in alter gewohnter Weise
weiter. Während des Krieges ruhte dann leider fast alle Arbeit, weil
die älteren Mitglieder eingezogen und die Kinder bei der HJ eingespannt
waren.
Neuanfang
mit Bezugsschein
Nach dem Krieg vergingen einige Monate, ehe es möglich wurde, wieder
an einen Sportbetrieb in Oldau-Ovelgönne zu denken. In den ersten Nachkriegsmonaten
war eine Vereinsgründung ohnehin verboten, zu viele Männer waren
in Gefangenschaft oder durch die Kriegsereignisse in andere Teile Deutschlands
verschlagen worden. Jeder dachte zunächst auch an alles Andere als an
Sport. Ende 1945 waren dann aber wieder genug Sportfreunde beisammen, um den
alten Sportverein wieder neu aufleben zu lassen. Durch die Initiative der
Herren Rickmann, Reimerdes und Diers kam es am 30.12.1945 zur Gründungsversammlung,
auf der zunächst der damalige Bürgermeister Diers die Versammlung
leitete. Er schlug den Sportkameraden Fritz Hoffmann als ersten Vorsitzenden
und Friedrich Dierking als 2. Vorsitzenden vor. Beide wurden einstimmig gewählt.
Zu dieser Versammlung waren so viele Sportinteressierte erschienen, daß
auch gleich eine Arbeitseinteilung erfolgen konnte. Zu weiteren Vorstandmitgliedern
wurden gewählt: Sportwart Gerhard Stüdemann, Jugendwart Ernst Busse,
Rechnungsführer Karl Bach, Gerätewart Heinz Hemme, Schriftführer
Diedrich Asendorf, Dietwart Ernst Möller.
Von diesen ersten Mitarbeitern gehört Ernst Möller, der bereits
1931 Mitglied wurde, auch heute noch dem Verein an. Per Vereinsname wurde
mit TuS Oldau-Ovelgönne festgelegt.
Auf der Gründungsversammlung wurde beschlossen, zunächst Fußball,
Schach, Tischtennis und Turnen zu betreiben. Der Versammlungsbesuch war so
gut, daß sofort an die Aufstellung je einer Herren-, Jugend- und Knabenmannschaft
herangegangen werden konnte. Durch die in Ovelgönne liegende Arbeitskompagnie
88 (ehemalige deutsche Soldaten in britischen Diensten) bekamen die Fußballer
eine wesentliche Verstärkung. Da vom alten Verein noch ein Reck, ein
Barren, ein Pferd mit Federsprungbett und einiges Kleingerät den Krieg
gut behütet überstanden hatte, konnte im Saal von Sutmüller
auch gleich mit dem Turnen begonnen werden. Die größte Sorge war
die Beschaffung eines Sportplatzes. Auf der ersten Vorstandssitzung am 19.1.1946
bei Huck (Goldschmidt) abgehalten, konnte bereits berichtet werden, daß
der Verein beim ,,Stadtamt für Leibesübungen" in Celle und bei der
Sportversicherung angemeldet wurden. Im März mußte dann noch die
Genehmigung für die Neugründung bei der britischen Militärregierung
eingeholt werden.
Vom Schlußlicht
zur Spitze
Für die beginnenden Fußball-Punktspiele wurde eine Herrenmannschaft
gemeldet, die auch sofort ihren Spielbetrieb aufnahm. Das Versammlungsprotokoll
vom 30.6.1946 vermerkt ,,eine bedeutende Verbesserung, denn nach dem ersten
Punktspiel, das in Wathlmgen mit 18 :0 verloren ging, wurde das nächste
Spiel in Bröckel nur noch mit 6 :0 verloren". Das erste Punktspiel in
Oldau wurde auf einer provisorisch als Sportplatz hergerichteten Wiese des
Herrn Meinheit ,,Am Moor" ausgetragen. Die späteren Spiele fanden dann
auch auf sehr behelfsmäßigen Plätzen auf der ,,Mu na-Seite"
des Oldauer Bahnhofs und auf dem Hummelberg statt.
Am Ende der ersten Spielserie stand dann aber der Verein bereits an
der Tabellenspitze und stieg von der Kreisklasse in die Kreisliga auf (5.
Foto). Diese erfolgreiche erste Fußball-mannschaft, zum Teil mit Männern
der Arbeitskompagnie verstärkt, die später leider nach ihrer Entlassung
vom Engländer in Oldau nicht seßhaft wurden und wieder weggingen,
bestand aus folgenden Spielern: Bruch (später Torwart bei Arminia), Dreyer,
Jonescu (ehem. rumänischer Nationalspieler), Kastaun, Kleinert, Kompaniemi
(1. Mannschaft von TennisBorussia Berlin), Kramel, Köhler, Kleinert,
Meyer, Möller und Hemme.
Leider war dieser Zustand nur von kurzer Dauer. Ende 1946 kam ein Zusammenschluß
mit dem
S.V. Südwinsen ins Gespräch. Die Verhandlungen zerschlugen
sich endgültig am 15.11.1946, weil Oldau seine Selbständigkeit nicht
aufgeben wollte. Ein Teil der ersten Mannschaft war inzwischen nach Südwinsen
abgewandert. Durch diese unerfreuliche Entwicklung ruhte für einige
Zeit der Spielbetrieb, und als nach einigen Monaten wieder gespielt werden
sollte, mußte man feststellen, daß nicht nur Spieler sondern auch
Bälle, Fußballschuhe und Trikots abgewandert waren. Die sich daraus
ergebenden Schwierigkeiten kann sich heute niemand mehr vorstellen, denn
all diese Dinge gab es damals nur auf Bezugschein, und die waren nur schwer
und unzureichend zu bekommen. So wurden dem Verein am Jahresende Bezugscheine
für drei Paar Fußballschuhe und für drei Ballblasen zugeteilt.
Költe
zwingt zur Winterpause
Die Turner litten unter Widrigkeiten, die sich niemand vorstellen kann.
Da kein Heizmaterial für den Saal bei Sutmüller zu beschaffen war,
mußte das Turnen ausfallen, denn der Winter von 1946 auf 1947 war besonders
hart. Selbst größter Trainingseifer konnte nicht den Ofen ersetzen.
Aber nach einigen Wochen wurde dann auch wieder eifrig unter Willi Schmidt
und Hugo Rosenfeldt geturnt.
Die Tischtennissparte setzte alles in Bewegung, um recht schnell zum
Spielen zu kommen. Sie ist seit 1945 die beständigste und auch erfolgreichste
Abteilung bei TuS OldauOvelgönne geworden. Ihr Wirken wird deshalb in
einem besonderen Abschnitt dieser Schrift behandelt.
Trotz aller innerer und äußerer Hemnisse wurde das erste
Nachkriegsjahr des Vereins gut überstanden. Der Start war gelungen.
Auf der Mitgliederversammlung am 25.1.1947 wurde Fritz Hoffmann als
1. Vorsitzender bestätigt,
2. Vorsitzender wurde Fritz Berndt, Hauptsportwart Ernst Busse und Jugendwart
Rudolf Büch.
Für die Fußballsparte, die zunächst nur auf dem Papier
bestand, wurden Leopold Meudt und Ernst Dreyer als Leiter gewählt. Die
Tischtennissparte führte Günter Tietz, und Hugo Rosenfeldt war für
die Turner verantwortlich.
Der erste Etat führte RM 3853,48 als Einnahmen auf. Es wurden aber
nur RM 1581,80 ausgegeben. Die Ausgaben waren so niedrig, weil einfach nichts
Brauchbares zu kaufen war. RM 800,- wurden für die Planierung eines Sportplatzes
bereitgestellt, von dem man allerdings noch nicht wußte, ob er endgültig
dem Verein zur Verfügung stehen würde. Unter den aktiven Mitgliedern
des ersten Jahres waren Wilhelm Knoop als Platzkassierer, Hermann Hasselmann
2. Kassierer, Ernst Möller als Dietwart und Erich Rickmann als 2. Schriftführer
tätig, die auch heute noch bei uns Mitglied sind.
1947 gab es durch den Ausfall der Fußballsparte einen starken
Rückschlag für die Mitgliederzahl, so daß sie auf 113 zurückging.
Die Tischtennisspieler und die Turner trieben aber in diesem Jahr eine gute
Aufbauarbeit, durch die beide Abteilungen gut vorwärts kamen.
Währungsreform
bringt Finanzengpaß
1 9 4 8 schaffte dem Verein durch die Währungsreform neue Schwierigkeiten.
Am 20.6.1948 war ein Kassenbestand von RM 2569,70 auf dem Papier, aber es
waren keine Barmittel verfügbar. Diese waren aber auch bei den Sportlern
sehr knapp. Der neuen Lage entsprechend mußten die Beiträge erheblich
ermäßigt werden. Und die gingen mehr als spärlich ein. Dafür
war aber dank der Erfolge der Tischtennisabteilung die Mitgliederzahl wieder
erfreulich gestiegen.
1 9 4 9 wurde am 19.1. wegen Rücktritts Fritz Hoffmanns ein neuer
Vorstand gewählt. Er setzte sich wie folgt zusammen:1. Vorsitzender Franz
Kaufhold, 2. Vorsitzender Fritz Berndt, Schriftführer Erich Rickmann,
Kassenwart Hans Heinemann, Sportwart Günther Tietz, Jugendwart Gerhard
Kämpfer. Durch den zögernden Eingang der Beiträge, die ohnehin
sehr niedrig waren, nahm der Verein in der 1. Hälfte 1948 nur DM 293,-
ein und kam dadurch in arge Bedrängnis. Die Beiträge mußten
wieder erhöht werden. Die Vereinsführung hatte es damals ungeheuer
schwer, allen Anforderungen gerecht zu werden, denn plötzlich gab es
all die Dinge zu kaufen, die man vorher kaum auftreiben konnte, für die
Arbeit aber dringend brauchte.
Anfang 1949 machten dann neben der Tischtennisabteilung auch die Turner
unter W. Schmidt und Frau Müller-Lühmann erfreuliche Fortschritte.
Die Sportplatzfrage war immer noch nicht zufriedenstellend geklärt. Es
gab aber immer nur behelfsmäßige Lösungen, die nur ein Provisorium
darstellten. Da aber immer noch nicht wieder Fußball gespielt wurde,
konnte man sich mit Ersatzplätzen behelfen.
Aktivität
bringt neue Mitglieder
Unter der neuen Führung von Franz Kaufhold bekam der Verein einen
erheblichen Auftrieb. Auf der Mitgliederversammlung am 17.3. wurden 27 und
auf der vom 21.5.53 Neuaufnahmen gemeldet. Dieser große Zulauf war durch
das Schauturnen der Damen und Herren sowie durch die Tischtennisspiele zu
Ostern möglich geworden. Am Jahresende hatte sich die Mitgliedschaft
verdoppelt.
1949 war für den Verein recht erfolgreich. Die Turnsparte wurde
durch eine Damen- und Mädchenabteilung verstärkt, und die Knaben-
und Herrenriege war durch die Arbeit von A. Kröger und W. Schmidt auf
einen guten Leistungsstand gebracht worden.
Ein Fußball
für eine Mannschaft
1 9 5 0 mußte Franz Kaufhold aus beruflichen Gründen leider
den Vorsitz niederlegen. Zum neuen Vorsitzenden wurde Wilhelm Knoop gewählt.
Am 13.4. beschließt die Mitgliederversammlung die Neugründung einer
Fußballsparte und zunächst einen Ball anzuschaffen. Dieser ,,ei
ne" im Protokoll festgehaltene Ball spricht für die schwache Finanzkraft
des Vereins, und hatte wohl auch mehr eine symbolische Bedeutung. Der Sportkamerad
Fr. Kleinert übernahm die Vorbereitungen für die beschlossene Neugründung.
Auf der Mitgliederversammlung am 16.5. kann bereits berichtet werden, daß
die Fußballer ihre Arbeit aufgenommen haben. Ihr erster Leiter ist Willi
Weber und Ballwart Willi Jantzen. Die Spieler werden in den Farben Blau-Gelb
auflaufen. Als Sportplatz kann nun endlich mit dem Gelände am Lager
2 fest gerechnet werden. Dem Verhandlungsgeschick des 1. Vorsitzenden W.
Knoop war es gelungen, die Herstellung des Platzes zu sichern, auf dem auch
heute noch, allerdings in anderer Richtung, gespielt wird.
Ein Beweis für die gute Arbeit der Turner waren die Ergebnisse
auf den im Sommer in Wietze durchgeführten Kreismeisterschaften. Bei
insgesamt 19 Wettbewerben belegte TuS Oldau sieben erste Plätze.
Die Neugründung der Fußballabteilung brachte dem Verein 1950
einen starken Mitgliederzuwachs. Willi Weber konnte auf seine Arbeit und die
Mannschaften von den 1. Herren angefangen bis zu der Jugend stolz sein. Alle
belegten gute Mittelplätze ihrer Tabelle. Im Protokoll der Jahreshauptversammlung
Anfang 1951 heißt es ,,Alles in allem zeigt sich ein Bild lebensvollen
Aufblühens im Verein".
Sieben Jahre
mit Karl Reimerdes
1 9 5 1 mußte zu Jahresanfang Sportkamerad Knoop wegen beruflicher
Belastung leider zurücktreten. An seine Stelle trat Karl Reimerdes, der
sich seit 1949 bereits für Vereinsbelange stark eingesetzt hatte. Bis
1957 behielt er den Vorsitz. Es war somit eine ungestörte konstante Vorstandsarbeit
gewährleistet.
In diesem Jahr entfalteten die Turner eine starke Aktivität. Es
wurde besonders die Jugendarbeit gefördert. Frau Anneliese Vogt trug
mit ihrem Ideenreichtum wesentlich zur Belebung bei, so daß die Jugendgruppe
bald auf fünfzig Mitglieder anstieg.
Die Fußballer spielten nunmehr mit vier Herren- und fünf
Knaben- und Jugendmannschaften. Sorgenkind in all den Jahren waren die Finanzen.
Die Beiträge gingen nur zögernd ein. Die Kassierer, meist auch als
Aktive tätig, hatten nicht die erforderliche Zeit, jedes Mitglied aufzusuchen.
Diese heikle Frage konnte erst 14 Jahre später durch Einführung
des Bankeinzuges zufnedenstellend gelöst werden.
TuS vergrößert
sich
1 9 5 2 wurde zu Jahresanfang eine Damenhandballabteilung gegründet,
die schon bald zu Erfolgen kam. Willi Jantzen jun. und Horst Schröder
übernahmen die Betreuung und hatten bald eine gute Damen- und Mädchenmannschaft
beisammen.
Zur gleichen Zeit sammelten sich bei TuS auch einige Schachspieler,
die schon bald eine ansehnliche Zahl von Spielern zu einer Schachabteitung
im Verein zusammenführten. Herr Götze sen. und Herr Otto waren
die treibenden Kräfte und konnten das Freizeitangebot des Vereins wesentlich
erweitern.
Unsere Turner machten auch 1952 einmal mehr bei den Kreiswettkämpfen
wieder mit sieben ersten Plätzen von sich reden.
1 9 5 3 zählte der Verein über 200 Mitglieder. Die Handballdamen
wurden Kreismeister 1952/53.
Die Mädchen wurden ebenfalls Kreismeister und kamen bei den Bezirksmeisterschaften
in Lüneburg auf den 2. Platz. Die Schachspieler nahmen an Punktkämpfen
und Turnieren teil und konnten erste Erfolge melden. Die Turner führten
weiter ihr Osterschauturnen mit 40 Aktiven durch und trugen damit dazu bei,
das Ansehen des Vereins zu heben. Auf dem Sportplatz entwickelte sich bei
den Fußballern mit Pokalturnieren und den Punkt-sowie Freundschaftsspielen
ein reger Spielbetrieb. So sorgte TuS Oldau-Ovelgönne für reichliche
Unterhaltung und war ein wichtiger Faktor im Gemeindeleben geworden. Die Mitarbeiter
in allen Sparten leisteten eine gute Arbeit. Es seien hier einige genannt,
die im ,,Stab" oder in den verschiedenen Abteilungen aktiv mitmachten: E.
Rickmann, Georg Götze sen., Willi Jantzen sen. und jun., Gerhard Kämpfer,
Hella Karbginski, August Kröger, Günter Pustelnik, Albert Schanz,
K. Kleinert, Willi Weber, Anneliese Vogt, E. Rosenfeldt und viele andere
mehr.
Mit der Fußballjugend
erfolgreich
1 9 5 4 mußte Willi Weber die Arbeit für die Fußballsparte
seines Berufes wegen stark einschränken. Willi Jantzen sen. übernahm
die Fußballsparte und Ewald Rosenfeldt wurde Jugendleiter. Beiden ist
heute noch für ihre aufopferungsvolle und auch sehr erfolgreiche Arbeit
zu danken. Sie hat sich bei den späteren Herrenmannschaften überJahre
hin ausgewirkt. 1 9 5 5 schafften die 1. Herren den Aufstieg in die Kreisklasse
A. In der Jugendabteilung betreute Ewald Rosenfeld fünf Jugendmannschaften.
Die Knaben hatten die Kreismeisterschaft gewonnen. Für den kleinen Verein
waren das Erfolge, die sich auch auf den Sportplatzbesuch auswirkten. Inzwischen
hatte Willi Wruck die Fußballsparte übernommen. 1 9 5 6 hatten
die Fußballknaben zum zweiten Mal die Kreismeisterschaft gewonnen, und
die A-Jugend kam in die Sonderklasse.
Da die Räumlichkeiten für die Turner mittlerweile sehr unzureichend
geworden waren -es gab ja immer noch keine Turnhalle - war die Entwicklung
in dieser Sparte rückläufig. Die Tischtennisspieler waren weiter
auf Erfolgskurs.
1 9 5 7 gab Karl Reimerdes den Vorsitz ab, da er im Gemeinderat zu sehr
beansprucht war. Zum Nachfolger wählte die Mitgliederversammlung am 22.2.
Willi Wruck.
Das Fehlen einer Turnhalle machte sich immer mehr bemerkbar, sodaß
die Turner erhebliche Schwierigkeiten bekamen. Lediglich das Kinderturnen
konnte unter Frau Vogt weiter betrieben werden.
1 9 5 8 gab es durch die Auflösung der Handballsparte einen bösen
Rückschlag. Durch Heirat und Wegzug mehrerer Spielerinnen kamen keine
guten Mannschaften mehr zu zusammen. Erst fast 20 Jahre später konnte
diese Sportart wieder in Oldau aufgenommen werden.
Beim Tischtennis werden die Leistungen gehalten und zum Teil verbessert.
Willi Wruck wird in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt und Albert
Schanz wird zum 2. Vorsitzenden gewählt. In diesem Jahr wird der Verein.
in das Vereinsregister eingetragen. Er heißt jetzt also TuS Oldau-Ovelgönne
e. V. Die Jugendfußballer bleiben weiter in der Spitzengruppe. Die A-Jugend
spielt in der Sonderklasse, die Schüler wurden Staffelsieger und scheiterten
erst im Endspiel um die Kreismeisterschaft ganz knapp an Bergen. Der Zustrom
zu den Knabenmannschaften hält weiter an, da es E. Rosenfeldt versteht
mit den Jugendlichen umzugehen, und er hat auch durch den Besuch von Lehrgängen
die fachliche Qualifikation zum Jugendleiter erhalten. Die Tischtennissparte
wird inzwischen von Hermann Fohlmeister geleitet. Ihre erste Mannschaft konnte
sich trotz stärkster Konkurrenz in der Verbandsklasse halten.
Unter Hans Kräft konnten die Turner mit den platzbedingten Schwierigkeiten
nur schwer fertig werden. Das Fehlen der Turnhalle machte sich jetzt auch
beim Kinderturnen, das zum Teil auf dem Schulhausflur abgehalten wurde, bemerkbar.
Von Rückschlögen
nicht verschont
1 9 5 9 blieb der Vorstand unter Willi Wruck und A. Schanz unverändert.
Durch den Ausfall der Handballsparte und auch der Schachabteilung, die wegen
fehlender passender Räume ihre Arbeit einstellen mußte, kam es
zu einem Rückgang der Mitgliederzahl bis auf 183. In den anderen Sportarten
wird aber mit dem alten gleichen Eifer weitergearbeitet.
1 9 6 0 brachte einige Veränderungen im Vorstand. W. Wruck blieb
1. Vorsitzender, 2. wurde Ernst Möller, Schriftführer H. Fohlmeister
und die Leitung der Fußballsparte bekam Arno Jahn. Am 28.12.59 wurde
mit einem Turnier das l0 jährige Bestehen der Fußballsparte gefeiert.
Sieger wurde Eintracht Celle. Die Jugendarbeit unter E. Rosenfeldt läuft
gut weiter. Alle seine Mannschaften stehen wenn nicht auf dem ersten so doch
auf sehr guten Tabellenplätzen (s. Foto). Die Tischtennisabteilung war
1960 mit drei Herrenmannschaften im Kreis Celle der aktivste Verein und nahm
an mehreren Turnieren erfolgreich teil.
1 9 6 1 wurde Ewald Rosenfeldt für seine nunmehr achtjährige
Tätigkeit als Jugendleiter vom Kreisjugendwart mit der Bronzenadel ausgezeichnet.
,,Ihm war es gelungen" - so heißt es im Protokoll - ,,die Jugendabteilung
auf einen höchstmöglichen Leistungsstand zu bringen". Die Knabenmannschaft
wurde Staffelsieger und scheiterte erst im Endspiel an der Kreismeisterschaft.
Die A-Jugend spielte weiter in der Sonderklasse.
In diesem Jahr konnte der Verein sein Programm erfreulich erweitern
und eine Lücke schließen. Die Gymnastikgruppe des DRK unter Frau
Hanna Hasselmann schloß sich TuS Oldau an. Frau Hasselmann hat bis
heute mit viel Können und Geschick ihre Abteilung zu einer unserer stabilsten
und beständigsten ausgebaut.
Turner ohne
Trainingsräume
1 9 6 2 kam es auf der Jahreshauptversammlung am 30.3. zu starken Veränderungen
in der Vereinsführung. 1. Vorsitzender wurde Albert Schanz, 2. Edgar
Schulz, Kassenwart H. G. Götze, der dieses Amt ohne Unterbrechung bis
heute mit bestmöglicher Korrektheit und Umsicht verwaltet. Er ist ein
,,Finanzminister", wie man ihn nicht besser haben kann. Fußballsparte:
E. Hoffmann, Tischtennis: Helmut Scheidner, Turnen: H. Kräft. Die Fußballspieler
konnten ihre Plätze in diesem Jahr halten. E. Rosenfeldt erhielt mit
Peter Buhr bei seiner Arbeit eine gute Hilfe. Er übernahm zunächst
die Betreuung der B-Jugend und sollte dann bis heute der eifrigste Mann der
Fußballsparte sein. Für seine langjährige Tätigkeit wurde
er später mit der goldenen Nadel des Niedersächsischen Fußballverbandes
und der Silbernadel des Celler Fußballkreises ausgezeichnet. Er trägt
auch die Silbernadel des Vereins und ist damit das ,,meistdekorierte" Mitglied
bei TuS.
Unsere Turner hatten jetzt überhaupt keine Räume mehr zur
Verfügung, und Hans Kräft konnte nur mit Improvisationen seine
Arbeit weiterführen.
Das galt auch für Frau Voigt, die weiterhin auf Schulfluren mit
den Kindern übte, wenn das Wetter eine Arbeit auf dem Hof nicht zuließ.
Hier zeigte sich - dieser Abstecher in die Politik sei gestattet - daß
man damals wie auch heute noch Schulen baute, ohne an Turnhallen zu denken.
Wenn dann die Ärzte über schwere Haltungsschäden bei Jugendlichen
klagen, ist das bei diesem Tumhallenmangel kein Wunder.
Zumindest erschien den Herren ganz oben die Körperertüchtigung
zweitrangig zu sein. Durch die Initiative des Sportkameraden G. Götze
kam die Schachabteilung wieder zum Zuge. Es konnten in der Oldauer Schule
geeignete Räume zur Verfügung gestellt werden. 1 9 6 3 stiegen die
Ersten Herren der Fußballer in die Kreisklasse A auf, aus der sie für
ein Jahr ausgeschieden waren. Frau Voigt mußte ihre Arbeit leider aufgeben,
was für den Verein ein herber Verlust war. Frau Voigt hatte es verstanden,
trotz größter Schwierigkeiten der Turnerjugend immer ein attraktives
Programm zu bieten, so daß ihre Gruppe zu den Vereinsbesten zählte.
Frau Hannelore Thies führte die Arbeit erfolgreich weiter.
1 9 6 5 brachte wieder einen schönen Anstieg der Mitggliederzahlen
von 203 auf 242. Das hing zum Teil mit den sehr beachtlichen Erfolgen der
Tischtennisspieler zusammen. Die Leitung der Fußballsparte hatte Horst
Pietzel von Arno Jahn übernommen. Er k6nnte trotz des Ausfalls mehrerer
Spieler, die zur Bundeswehr mußten, mit seinen Mannschaften die bisherigen
guten Tabellenplätze halten. Die Jugendmannschaften lagen nach wie vor
gut im Rennen. Nach zwölfjähriger Tätigkeit als Jugendleiter
gab nun Ewald Rosenfeldt seinen Platz als Jugendleiter an Peter Buhr, der
bereits als sein ,,Assistent" gearbeitet hatte, ab. Wie es im Versammlungsprotokoll
heißt, ,,hatte er ein angenehmes Erbe übernommen".
Und immer
noch keine Turnhalle
Auf jeder Vereinsversammlung durch Jahre hindurch wurde das Fehlen einer
Turnhalle beklagt. Die Turner hatten durch den Ausfall der Gasthaussäle
als Turnboden keine Übungsmöglichkeiten mehr. Der von den Tischtennisspielern
genutzte Saal wurde mittlerweile unzureichend. Und auch auf jeder Versammlung
fand ein Ratsmitglied für diesen Mangel trostreiche Worte. Am 29.6.1966
hieß es beispielsweise: ,,der endgültige Baubeginn ist jedoch noch
nicht abzusehen, da die Finanzierung des 265.000 DM-Projekts noch nicht sichergestellt
ist". Wenigstens zehn Jahrgänge der Schulkinder hatten dadurch keine
rechte Möglichkeit für sachgerechten Turnunterricht.
1 9 6 6 hatte der Verein rund 250 Mitglieder und einen Jahresetat von
DM 5000,-DM. Bei wachsenden Aufgaben und damit auch wachsenden Ausgaben mußte
unser ,,Finanzminister" H. G. Götze des schleppendem Eingangs der Beiträge
wegen immer zum Leidwesen der Sparten die Gelder knapp halten.
Mit eigenen und dem Besuch anderer Turniere war die Fußballsparte
unter Horst Pietzel und dem Jugendleiter Peter Buhr recht aktiv. Zu Spitzenleistungen
und besonderen Erfolgen wie die Tischtennisspieler kam sie allerdings nicht.
Schöne Spiele brachte, und viel Vergnügen machte die Sportfreundschaft
mit dem F.C. Ovelgönne, Kr. Brakel.
Viel Mühe, mit den Schwierigkeiten fertig zu werden, hatten die
Turner. Aus der Jahreshauptversammlung hatte Albert Schanz als 1. Vorsitzender
allergrößte Mühe, die erregten Gemüter bei der Diskussion
um die immer noch fehlende Turnhalle zu beruhigen.
Erfolgreiche
Fußballer
1 9 6 7 konnte die nunmehr endgültig hergestellte Sportplatzanlage
unter Beteiligung vom Bürgermeister Wilhelm Knoop und dem OKD eingeweiht
werden. Mit dem durch viele Eigenleistungen verbesserten Sportplatz kamen
auch bedingt durch die jahrelange gute Jugendarbeit sichtbare Erfolge. Die
Ersten Herren stiegen in die erste Kreisklasse auf und konnten sie bis heute
halten (s. Foto).
In der A-Jugendsonderklasse hielten unsere Jungen den ersten Platz und
auch die B-Jugend stand in ihrer Klasse auf den oberen Plätzen.
1 9 6 8 konnte Jugendleiter Peter Buhr von seinen Mannschaften erfreuliches
berichten. Seine A-Jugend war in der Sonderklasse Meister geworden (s. Foto),
hatte den weiteren Aufstieg dann aber nicht geschafft. Im Kreispokal 1968
waren die 1. Herren im Endspiel am S.V. Hambühren mit 1:3 gescheitert
und hielten sich in den Punktspielen auf guten Tabellenplätzen.
1 9 6 9 gab Sportkamerad Albert Schanz nach siebenjähriger verdienstvoller
Tätigkeit als
1. Vorsitzender dieses Amt ab. Zum Nachfolger wurde am 8.2. Georg
Henschke gewählt. Seine Mitarbeiter waren als 2. Vorsitzender A. Schanz,
Kassenwart H. G. Götze, Schriftführer E. Schulz, Fußballspartenleiter
H. Pietzel, Jugendleiter P. Buhr und Tischtennisspartenleiter Günter
Pulstelnik. In der auf Anregung von P. Buhr erstmalig im Kreis Celle aufgestellten
E-Jugend kam unsere junge Mannschaft auf Anhieb auf Platz 1 und wurde damit
Herbstmeister (s. Foto) und die 2. E-Jugendmannschaft kam auf Platz 3.
Ein besonderer Erfolg glückte den 1. Herren mit dem Kreispokalgewinn.
Im Endspiel in Celle gewannen sie gegen Hohne mit 1:0 (s. Foto).
Wir haben
eine Turnhalle
1 9 7 0 wurde am 16.1. der gesamte Vorstand neu bestätigt. Es wechselte
lediglich der Schriftführer. Dieses arbeitsreiche Amt übernahm der
bei den 1. Herren aktive Hansi Seliger, der diese Arbeit neben der Betreuung
der B-Jugend auch heute noch zuverlässigst ausführt.
Nun war es endlich soweit, die Turnhalle in Ovelgönne wurde fertig.
Turner und Tischtennisspieler fanden endlich den seit Jahren so sehr vermißten
Übungsraum. Mit 60 Kindern begann die neue Turnjugendleiterin Frau Voß
ihre Jugendarbeit bei TuS. Und es wurde in mehreren Riegen mit viel Freude
geturnt.
Auch die Fußballer erhielten mit zwei Flutlichmasten auf dem Sportplatz
bessere Trainingsmöglichkeiten und konnten nun bei Dunkelheit wenigstens
auf einer Platzhälfte trainieren. Da gut Ding viel Weile braucht, wurden
zwei weitere Masten erst 1976 aufgestellt. Die noch fehlenden zwei werden
1977 folgen. Die Gemeinde Hambühren und dem Kreis Celle sei an dieser
Stelle gedankt. Aus eigenen Mitteln wäre es dem Verein nicht möglich
gewesen.
Das 20-jährige Bestehen der Fußballsparte wurde vom 9. -
12. 9. mit einem großen Turnier aller Mannschaften begangen. Als besondere
Attraktion wurde nur zum Jubiläum eine Damenfußballmannschaft aufgestellt
und spielte gegen Großmoor. Weil das den Damen so viel Spaß machte,
blieben sie weiter zusammen, nahmen an Turnieren in Wittingen und Westercelle
teil und veranstalteten in Hambühren sogar ein eigenes Turnier.
Bedingt durch die starke Hilfe der Gemeinde Hambühren wurde 1970
zum bisher erfreulichsten Jahr der Vereinsgeschichte. Der Zusammenschluß
der bisherigen Gemeinde Oldau-Ovelgönne mit Hambühren hatte sich
für TuS gut ausgewirkt. Die neue Gemeinde half dem Verein weiter durch
die Bezahlung des teilzeitbeschäftigten Platzwartes Albert Schanz. Die
Mitgliederzahl hatte erstmalig die 300 Grenze überschritten.
1 9 7 1 übernahm Peter Buhr neben der Jugendabteilung auch die
Leitung der Fußballsparte von Horst Pietzel. Den 1. Herren fehlten
nur 2 Punkte zum Aufstieg in die Bezirksklasse. So kamen sie hinter Garssen
auf Platz 2 ihrer Klasse. Die 2. Herren erreichten Platz 1 in der 3. Kreisklasse
und stiegen in die 2. auf. Eine zeitweilige Spielgemeinschaft der A-Jugend
mit Wietze brachte keine Vorteile und wurde nach einiger Zeit wieder eingestellt.
Peter Buhr hatte mit Dieter Sedenz eine gute Hilfe bei der Jugendarbeit bekommen.
Die E-Knaben wurden zum zweiten Mal Staffelmeister. Alle anderen Jugendmannschaften
lagen auf guten Mittelplätzen.
Unsere Turner bekamen mit dem Sportkameraden Hermann Büscher eine
wesentliche Verstärkung. Er übernahm das Training der 30 Jungen
und 20 Männer. Es sollten ihm in den nächsten Jahren konstante beachtliche
Erfolge gelingen.
Büscher
& Co auf Erfolgskurs
1 9 7 2 war auf der Jahreshauptversammlung am 3.3. Gemeindedirektor
Neumann gern gesehener Gast, zumal er nach den 1970 durchgeführten Sportförderungsmaßnahmen
nun auch für 1971 als weiteres Vorhaben die Erweiterung und Renovierung
des Sportheims bekanntgab. Im Sommer erhielten dann die Umkleideräume
ihre jetzige Gestalt.
1 9 7 2 zeitigte die Arbeit Hermann Büschers erste Erfolge. Bei
den Gauturnspielen belegten unsere Teilnehmer des Jahrgangs 1958 den 1. und
beim Jahrgang 1960 den 2. und 4. Platz.
Unsere 1. Herren der Fußballspieler lagen in ihrer Klasse sehr
gut und zählten zu den stärksten Mannschaften ihrer Klasse.
1 9 7 3 ging die Arbeit in allen Sparten wie bisher weiter. Siege folgten
auf Niederlagen. Leider konnte der Vorsitzende Henschke krankheitsbedingt
nicht in bisheriger Aktivität tätig sein. Die Turnerjugend ließ
im Turnkreis allmählich aufhorchen. Die Jungen unter H. Büscher
waren bei allen Wettkämpfen vertreten und entwickelten sich zu Favoriten
ihrer Altersgruppe. Hanna Hasselmann war nun schon 10 Jahre mit ihrer Gymnastikgruppe
beim Verein tätig. Sie leitete eine Arbeit im stillen, ohne sichtbare
spektakuläre Erfolge zeigen zu können, eine Arbeit aber, die auf
die Dauer durch die Stetigkeit sehr erfolgreich war und auch allen Beteiligten
viel Freude machte. In diesem Jahr bekam die Fußballsparte zu den Umkleideräumen
auch eine Baracke, die zu einem ansehnlichen Sportheim ausgebaut wurde. So
hatten die Spieler damit eine Art ,,zu Hause". Horst Gogol, schon als Junge
eifriger Spieler bei TuS und heute noch bei den ,,alten Herren" immer dabei,
wurde ,,Vereinswirt" und übernahm dazu die Aufgaben des Platzwarts.
1 9 7 4 mußte G. Henschke wegen seiner Krankheit leider den Vorsitz
abgeben. Nur wenig später beklagte der Verein den Tod des Mannes, der
sich um TuS Oldau-Ovelgönne in fünf Jahren als 1. Vorsitzender sehr
verdient gemacht hat.
Der bisherige 2. Vorsitzende A. Schanz sprang, selbst nicht bei bester
Gesundheit, ein und übernahm wieder den Vorsitz.
Dieses Jahr brachte unseren Turnern endgültig den Sprung in die
Spitze. Thomas Büscher, Gerald und Jürgen Kräft sowie Rainer
Wvrwich wurden bei den Rundenwettkämpfen im Kreis Celle die besten des
Jahrgangs 1960 und jünger. Thomas Büscher wurde bester Einzelturner
im Kreis Celle. Bis heute - 1977 - hat sich an dieser Spitzenstellung unseres
Vereins nichts geändert. Fast abonnementmäßig standen unsere
jungen Turner ununterbrochen auf diesen ersten Plätzen.
Außer diesen Turnersiegen konnten die Spartenleiter für 1974
keine Erfolge melden. 1 9 7 5 mußte Albert Schanz wegen Krankheit zum
23.5. den Vorsitz niederlegen. Hier muß auf die Leistungen unseres Sportfreundes
Schanz näher eingegangen werden. Er ist seit 1950 Mitglied, spielte
von da ab sieben Jahre in der ersten Herrenmannschaft, war mehrere Jahre
erster bzw. zweiter Vorsitzender und über fünf Jahre Platzwart.
Albert Schanz ist eines unserer aktivsten Mitglieder und nimmt bis heute lebhaften
Anteil an unserer Arbeit. Wir schulden ihm großen Dank.
25 Jahre
Fußball in Oldau-Ovelgönne
Durch seinen und den
Rücktritt des ganzen Vorstands wurden Neuwahlen fällig, die am
23.5. im Rahmen einer Jahreshauptversammlung durchgeführt wurden. Im
Bericht der Celleschen Zeitung über diese Versammlung und die Vorstandswahl
hieß es: ,,So beschloß die Versammlung, ihre Stimme einem ganz
neuen Mann, nämlich Günter Schulz, zu geben." Der Posten des 2.
Vorsitzenden wurde ebenfalls neu besetzt, so daß sich der Vorstand
wie folgt zusammensetzt:1. Vorsitzender Günter Schulz, 2. Vorsitzender
Günter Florian, Kassenwart H. G. Götze, Schriftwart Hansi Seliger.
Mit diesem ,,Stab", unterstützt von den Sparten-leitern H. Büscher,
P. Buhr, H. Hasselmann und A. Zorn, arbeitet der Verein bis heute. Der neue
Vorstand mußte sofort aktiv werden, um das 25jährige Jubiläum
der Fußball-sparte vorzubereiten.
Die Sportwoche der Fußballsparte anläßlich des Jubiläums
war das wichtigste Vereins-ereignis 1975. Vom Sonntag, den 14.9. bis zum folgenden
Sonntag fanden auf dem Sportplatz täglich Spiele statt. Es begann mit
einem Altherrenturnier, darauf folgten die Spiele aller Jugendmannschaften
gegen befreundete Vereine. Höhepunkt sollte am Samstag das Spiel der
1. Herren gegen die ,,Altliga" von Werder Bremen werden, wurde aber bei weitem
übertrumpft durch das Sonntagspiel von Rat und Verwaltung Hambühren
gegen die Oldauer Feuerwehr und den Schützenverein. Die Turnsparte war
mit ihren besten Turnern angetreten und belebte die Veranstaltung mit einem
Schauturnen. Der Sportlerball fand im großen Festzelt am Sportplatz
statt. Die Sportwoche wurde ein voller Erfolg und auch eine gute Werbung für
den Verein.
Die Jugendturner wurden zum zweiten Mal Kreismeister. Peter Buhr hatte
jetzt für seine Jugendmannschaften gut arbeitende Betreuer und konnte
dadurch seine Arbeit wesentlich verbessern. Seine Mitarbeiter waren und sind
es von einer Ausnahme abgesehen auch noch heute: Horst Froemberg, Lothar Pietzel,
Dieter Sedenz, Hansi Seliger, Hans Wagner und Peter Wruck. So hatte jede
Mannschaft einen eigenen Betreuer. Das sollte sich bereits 1975 und 1976
bemerkbar machen. Die Weihnachtfeier für die gesamte Jugend des Vereins
war ein schöner Jahresabschluß. Besonders eifrige Spieler wurden
mit Buchprämien aus-gezeichnet und im Sportquiz waren auch zahlreiche
Bücher und andere Preise zu gewinnen. 1 9 7 6 wurde festlich und fröhlich
mit einem Kappenfest bei Goldschmidt in Oldau großen Festzeit am Sportplatz
statt. Die Sportwoche wurde ein voller Erfolg und auch eine gute Werbung für
den Vereinbegonnen. Seit langem hatte der Verein nicht mehr gemeinsam mit
allen Sparten gefeiert. Es war ein richtig schönes TuS-Familiensportlerfest
und wird nunmehr Jahr für Jahr zur gleichen Zeit wieder begangen werden.
Das Jahr brachte die üblichen Freuden und Sorgen eines Sportvereins.
Die Turner wurden zum dritten Mal Kreismeister, die Tischtennissparte erfreute
sich einer wachsenden Mitspielerzahl. Das Sportheim konnte durch einen Vorbau,
der auch bei Regen Schutz bietet, verschönert werden. Und der Platz erhielt
durch zwei weitere Flutlichmasten besseres Licht. Die Mitgliederzahl stieg
auf 370. In allen Sparten herrschte lebhafter Trainings-und Spielbetrieb.
Peter 8uhr hatte mit Hertha 03 Berlin-Zahlendorf eine Sportfreundschaft
angebahnt. Zu Ostern fuhren unsere fünf Jugendmannschaften nach Berlin,
nahmen dort an einem großen Jugendturnier mit guten Erfolgen teil und
freundeten sich mit den Berlinern so an, daß diese Pfingsten zum Gegenbesuch
in Oldau erschienen. So kam es an den Pfingsttagen zu einer wahren Berliner
Invasion in Ovelgönne-Oldau. Mit den fünf Mannschaften kamen Eltern
und Betreuer mit insgesamt über 100 Berlinern zu uns.
TuS veranstaltete mit 18 Mannschaften ein regelrechtes Fußballfestival.
Es war wohl seit langer Zeit das größte im Kreis Celle durchgeführte
Jugendturnier. Die Spiele und das den Berlinern gebotene Beiprogramm waren
so gelungen, daß die Berliner für 1977 gleich einen neuen Besuch
und Gegenbesuch festmachten.
Die Turner wiederholten ihre Kreismeisterschaft und wurden bei den Bezirksmeisterschaften
in Hitfeld zweiter.
Mit einer großen Weihnachtsfeier für alle Jugendlichen unter
15 Jahren wurde das Jahr wie im Vorjahr abgeschlossen.
50 Jahre
Sport in Oldau-Ovelgönne
1 9 7 7 bringt für
den Verein große Aufgaben. Die Vorbereitungen für die Jubiläums-veranstaltungen
werden alle Sparten beschäftigen. Es begann wie 1976 mit einem Kappen-fest,
das wieder alle Abteilungen zusammen feierten. Der Verein startete mit viel
Humor und bester Stimmung in sein Jubiläumsjahr.
Neben der Kreismeisterschaft holten sich unsere jungen Turner 1977 auch
die Bezirks-meisterschaft und stellten mit Thomas Büscher und Jürgen
Kräft auch die beiden besten Turner ihrer Jahrgangs. Das war neben den
Siegen der Tischtennisabteilung der größte Erfolg in der Sojährigen
Geschichte unseres Vereins.
Auch in diesem Jahr war unsere C-, D- und E-Jugend auf dem großen
Berliner Jugendturnier und brachte einen schönen Pokal mit nach Haus.
Auf dem Pfingstturnier in Ovelgönne, an dem neben drei Mannschaften
von Hertha auch S.V. Hambühren, TSV Wietze und F.C. Wietzenbruch teilnahmen,
konnte unsere C-Jugend ihren Erfolg von Berlin wiederholen. Das Turnier lief
wieder wie 1976 bei schönem Wetter reibungslos ab und war mit den schönen
Spielen der Fußballjugend eine gute Werbung
für den Sport und auch eine Bestätigung für die gute
Jugendarbeit unseres Vereins unter dem Jugendleiter Peter Buhr.
Die jungen Fußballer waren mit ihren Betreuern über ihre
Erfolge in der Spielzeit 76/77 sehrfroh. So wurden die E-Jugend mit Horst
Froemberg und die C-Jugend mit Dieter Sedenz Staffelsieger. Die B-Jugend
von Hansi Seliger kam punktgleich mit Platz 4 auf Platz 5. Peter Wruck war
mit seiner D-Jugend Nummer 7 und Peter Buhr mit der A-Jugend wurde vierter.
Hinter diesen Erfolgen steckt so viel Arbeit, Einsatz von Zeit und Geld
und damit auch sehr viel Idealismus aber auch andererseits viel Freude an
der eigenen Leistung, wie sie sich außenstehende gar nicht vorstellen
können. Diese Leistungen junger Menschen werden draußen leider
kaum beachtet und gewertet. All diese vielen in allen Sportvereinen tätigen
jungen Sportler machen sich große, selten anerkannte Verdienste um die
Jugend. Und das wollten wir hier wenigstens für unseren Verein dankbar
ausgesprochen haben.
Tischtennis
in Oldau-Ovelgönne
Die Tischtennisspieler
gingen gleich Anfang 1946 mit viel Schwung an die Arbeit. Rudi Büch,
E. Dreyer, Alfred Kleinert, Ernst Möller, Franz Kaufhold und Günter
Tietz waren die ersten, die bei ,,Krage", dem jetzigen Gasthaus ,,Deutsches
Haus", Tischtennis spielten.
Die erste Platte war eine Spende der Werkstatt Hück-Krage. In der
gleichen Tischlerei wurde das im Dorf durch Spenden gesammelte Holz, denn
das gab es auch nur auf Bezugsschein, zu einer zweiten Platte kostenlos angefertigt.
Den Anstrich besorgten R. Büch und Ernst Möller mit einer ,,eigenen
Mischung" in Blau. Eine andere Farbe konnten sie nämlich nicht auftreiben.
Die Spiele wurden im Klubzimmer und auf dem Gasthausflur bei Krage ausgetragen.
Bis 1948 fanden sich weitere Tischtennisinteressierte ein, so daß dann
über 25 Aktive beisammen waren, für deren Spiele nun der Saal bei
Krage in Eigenhilfe hergerichtet wurde. Im Winter mußten die Spieler
selbst Heizmaterial mitbringen, um spielen zu können. 1948 wurde die
erste Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Das Ergebnis war bei den Herren:
1. Ernst Möller
2. Max Gebert
3. Adolf Zabel
bei den Damen:
1. Mary Möller
2. Erika Kaiser
3. Liselotte Puttin
1948 fand das
erste Oldauer Turnier mit 110 Teilnehmern in zwei Sälen bei Krage und
Sutmüüller statt
Beim ersten Freundschaftsspiel, das bei TuS Celle ausgetragen wurde,
unterlag Oldau mit 9:1. Der eine Pluspunkt war Ernst Möller zu danken.
Und nun wurde es ernst. Oldau ging in die Punktspiele. Die ersten Gegner
waren alles Vereine mit längerer Erfahrung wie TuS und MTV Celle, Hohne,
Lachendorf, Nienhagen, Wathlmgen, Wittingen u. a. Die Erinnerung an ein Spiel
in Wittingen sollte hier festgehalten werden. Mit der OHE wurde von Celle
aus angereist, und man mußte auf die gleiche fahrplangebundene Art wieder
nach Haus. Da sich die Spiele bei harten Gegnern in die Länge zogen,
rückte die Abfahrt immer näher. Adolf Zabel war beim Stande 4:4
als letzter noch beim Spiel, die anderen liefen zum Bahnhof und hielten dort
das Zugpersonal so lange auf, bis Adolf Zabel mit dem Punktgewinn und dem
Sieg angetrabt kam und so noch den Zug erreichte.
Diese z. T. sehr weiten Fahrten in den 50er Jahren ohne Wagen sondern
mit Fahrrad, Motor- und Kabinenroller und der Bahn waren sehr strapaziös,
und man kam oft erst lange nach Mitternacht nach Haus.
Bei den Punktspielen machten bald K. Schmidt, E. Möller, H. Kleinert,
G. Pustelnik und W. Österle von sich reden.
TuS erreichte bald bei gleiche Spielstärke wie die alten Vereine
TuS und MTV Celle. Es gab zahlreiche Turniersiege im Kreis Celle und Bezirk
Lüneburg. TuS Oldau wurde in Tischtenniskreisen bald für eine besonders
gute Nachwuchsförderung bekannt. Auch das sollte sich recht bald bewähren.
Der Spartenleiter Günter Pustelnik konnte auf den Jahreshauptversammlungen
immer erfreuliche Berichte von seiner Sparte geben, die 1954 35 Aktive zählte.
Die 1. Herren spielten in der Bezirksklasse, hatten also schon die unteren
Klassen hinter sich gelassen. 1956 war sie bereits in der Verbandsklasse und
stand bei Abschluß der Serie auf Platz drei. Die 2. Herren spielten
in der Kreisklasse um Platz eins und damit um den Aufstieg und die Meisterschaft.
1958 übernahm Hermann Fohlmeister die Spartenleitung. Wegen Wegzug
einiger Spitzenspieler gab es einen Rückschlag, und man mußte wieder
in die Bezirksklasse zurück, kam aber dort schnell an die Spitze und
wurde Staffelmeister 1959.
Mit drei Herren mannschaften war TuS Oldau-Ovelgönne der aktivste
Tischtennisverein im Kreis Celle.
Oldauer Tischtennis
an der Spitze
In den Jahren 1959 bis 1963 fanden jährlich in Oldau Turniere statt,
auf denen TuS meist Sieger wurde. Die Leitung der Sparte hatte inzwischen
Sportkamerad H. Scheidner übernommen. 1963 wurde die Jugend Kreismeister.
Von acht möglichen Titeln gingen vier nach Oldau. R. Weise, R. Nehmert,
W. Rieder und Brigitte Hoffmann wurden Meister, R. Weise sogar Bezirksmeister.
Bei den Bezirksmeisterschaften 1965 belegten R. Weise und H. Scheidner
den 2. und 3. Platz und nahmen damit an der Landesmeisterschat teil. 1965
wurde ein Jahr der Erfolge, denn es brachte dem Verein mehrere Kreis-, Bezirks-
und Landesmeisterschaften.
Auch 1966 holte TuS noch mehrere erfreuliche Siege.
Aber 1967 brachte dem Verein schmerzliche Verluste, da mehrere Spitzenspieler
zu größeren Vereinen abwanderten. Dafür rückten dann
aber talentierte Nachwuchsspieler wie Wolfgang Weise und Willi Demuth nach
und glichen die Abgänge wieder aus.
1970 waren die ersten Herren wieder in der 1. Verbandsklasse und die
2. Herren kamen auch wieder in die höhere Klasse.
Die beiden Spieler Demuth und Weise sorgten dafür, daß der
Vereinsname auch über die Landesgrenze hinaus bekannt wurde. Sie qualifizierten
sich über Kreis- und Bezirksmeisterschaften bis zur Teilnahme an den
deutschen Meisterschaften und spielten bereits beide in der Niedersachsenauswahl.
Besonderen Erfolg hatte W. Demuth, als er der Nordauswahl angehörte und
später an den Bundesranglistenspielen
teilnahm.
Die erste Mannschaft gewann den Vorgabepokal des Kreises Celle. Zur
Krönung der-diesjährigen Erfolge wurde dann ein eigenes Turnier
mit Spitzenmannschaften des Bezirks in der Ovelgönner Turnhalle durchgeführt.
1 9 7 1 brach die Erfolgsserie leider ab. Der Verein konnte seine besten
Spieler nicht mehr halten. Demuth, Premper, Rodewald, Scheidner und Weise
gingen zu größeren Vereinen. Die Folge dieser schweren Verluste
war der Abstieg in die 2. Verbandsliga und später noch in die Bezirksliga.
Bis jetzt konnte sich die Mannschaft in diesem Rang halten. 1974 machten die
1. Herren in der C-Klasse die Kreismeisterschaft unter sich aus. 1. wurde
Arnold Zorn und zweiter R. Nehmert.
Durch die noch verbesserte Jugendarbeit jetzt unter Kurt Baumgart, der
mit vierzig Jungen und Mädeln ein sehr intensives Training betreibt,
wird es in absehbarer zeit wieder eine so wie früher erfolgreich Tischtennissparte
nunmehr unter Arnold Zorn geben.
Liste der Erfolge des Vereins
1928
Kreismeister im Herrenfaustball
1929 1. bei der Dreidörferstaffel Oldau-Winsen-Wietze-Oldau
1930 Kreismeister im Herrenfaustball
1932 Kreismeister im Herrenfaustball
1946 Fußball: Aufstieg der 1. Herren in die Kreisliga
1949 Tischtennis: Aufstieg der 1. Herren in die Bezirksliga
1951/52 Fußball: D-Jugend Kreismeister
1952 Turnen: Bei den Turnkreismeisterschaften 7 erste Plätze
1952/53 Feldhandball der weibl. Jugend: Kreismeister - 2.
Platz bei den Bezirksmeister
schaften - Teilnahme an der Niedersachsen-Meisterschaft
1954 Fußball: D-Jugend Kreismeister
1955 Fußball: D-Jugend Kreismeister und Vizebezirksmeister
1955 Handball: 1. Damen Kreismeister
1955 Fußball: 1. Herren Aufstieg in die Kreisklasse
A
1956/57 Fußball: Knaben-Kreismeisterschaft
1956 Tischtennis: 1. Herren Aufstieg in die Verbandsklasse
1956/57 Fußball: Aufstieg der A-Jugend in die Sonderklasse
1958 Fußball: Schüler Staffelsieger
1959 Fußball: 2. beim A-Jugendturniers. V. Hambühren
1961 Fußball: Knaben Staffelsieger
1963 Fußball: Aufstieg 1. Herren in die Kreisliga
A
1963 Tischtennis: Mannschaftsjugendkreismeister und 4 Einzelmeisterschaften
R. Weise
Bezirksmeister im Einzel
1965 Tischtennis: Herren Kreismeister, Bezirksmeisterschaft
im Herreneinzel
2. und
3. Platz
1966 Tischtennis: 1. und 2. Herren jeweils erste in ihrer
Staffer
1967/68 Fußball: 2. Herren Staffelsieger Nord der
2. Kreisklasse, A-Jugend 1. Platz in der
Sonderklasse
B-Jugend Kreismeister
1968 Fußball: 1. Herren im Pokalendspiel unterlegen,
1. Herren Aufstieg in die
1. Kreisklasse
1969 Fußball: 1. Herren Kreispokalsieger
Tischtennis:
1. Herren Herbstmeister der 2. Verbandliga
1970 Tischtennis: Jugend Kreis- und Bezirksmeister, W. Demuth
und W. Weise Teilnehmer an den
Deutschen Meisterschaften
1971/72 Fußball: E-Jugend Staffelsieger, 1. Herren
Vizekreismeister
1972 Turnen: Tumgauspiele Jahrgang 58 1. Platz, Jahrgang
60 2. u. 4. Platz
1972 Fußball: Aufstieg der 2. Herren in die
2. Kreisliga
1974/77 Turnen: Riege Jahrgang 1960 u. jünger: Thomas
Büscher, Gerald und Jürgen Kräft,
Rainer
Wyrwich Kreismeister, Th. Büscher bester Einzelturner 1974/76
1976 Fußball: C-Jugend Sieger beim Berliner
Jugendturnier von Hertha 03
1976 Turnen: 2. bei den Bezirksmeisterschaften
1977 Fußball: C- und E-Jugend Staffelsieger, C-Jugend
Turniersieger in Berlin und Oldau
1977 Turnen: Kreismeister-Jugendriege Bezirksmeister Th.
Büscher und J. Kräft beste Einzelturner
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